Sonne, Stufen und ein zäher Oktopus
Heute stand ein kleiner Ausflug an – diesmal mit dem Auto.
Um zum Ziel zu kommen, eine kurze schweißtreibende Fahrt durch Assisi. Zum
Glück ohne Steigung aber eng. Fahrt nur mit eingeklappten Spiegeln möglich.
In Santa Maria degli Angeli besuchten wir die mächtige Basilika, die die winzige Porziuncola-Kapelle umschließt – genau dort, wo der heilige Franziskus einst seine Gemeinschaft gründete. Ein eigenartiges Gefühl, diesen bescheidenen Raum inmitten einer gewaltigen barocken Kirche zu sehen: Armut und Reichtum geben sich ein Zuhause.
In Santa Maria degli Angeli besuchten wir die mächtige Basilika, die die winzige Porziuncola-Kapelle umschließt – genau dort, wo der heilige Franziskus einst seine Gemeinschaft gründete. Ein eigenartiges Gefühl, diesen bescheidenen Raum inmitten einer gewaltigen barocken Kirche zu sehen: Armut und Reichtum geben sich ein Zuhause.
Mittagessen dann im Maestrale in Assisi. Ich wollte mutig
sein – Oktopus. Leider stellte sich heraus, dass Mut nicht immer belohnt wird:
zäh wie Pilgerleder. Roberts Tortellini hingegen – weich, cremig, perfekt. Ich biss
mich durch.
Am Nachmittag San Damiano, dieser stille, fast intime Ort außerhalb der Stadt. Hier soll Franziskus die Stimme gehört haben, die ihm befahl, „seine Kirche wieder aufzubauen“. Es war nicht das Gebäude gemeint sondern die Institution. Franziskus hat auch etwas gebraucht zur Erkenntnis. Die Sonne wärmte die alten Steine, und plötzlich war alles still – außer den Spatzen, die wie kleine Mönche über die Mauern hüpften.
Zum Abschluss der Tag im Eremo delle Carceri, hoch oben im Wald, zwischen Serpentinen und Gebet. Franziskus und Chiara wählten ein Leben in Armut, Demut und Einfachheit. Während wir so durch die stillen Gänge gingen und schmalen Türen schlüpfte fragte ich mich: Ob ihnen der heutige Pilgertourismus gefallen hätte?
Die Sonne blieb bis zum Abend – und mit ihr die gute Laune.
Assisi zeigt sich wieder von seiner freundlichen Seite. Und auch wenn der
Oktopus nicht wollte, wie ich wollte: Der Tag war schön. Heimfahrt und eine
Pause. Ich will noch eine Kirche sehen.
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