Beim Durchsehen der Fotos merke ich erst, wie lang mein Aufenthalt in Umbrien war.
Wie rasch die Tage verfliegen.
Kein Heiliger, weder Franziskus noch Chiara, nicht einmal Carlo Acutis, kann mir diese Lücke füllen.
Stützpunkte Assisi und Orvieto
Dann holen wir das Auto und fahren zur Necropoli Etrusca del Crocifisso del Tufo.
Die Ausgrabung selbst: geschlossen.
Immerhin das Mini-Museum daneben hat geöffnet – ein kleiner Trost, zwei Vitrinen für die Welt von vor über 2.500 Jahren. Lach.
Und die Segelboote an der Marina – abgestellt, herrenlos, traurig.
Schön? Naja.
Interessant? Auf jeden Fall.
Aber romantisch? Nur mit viel Fantasie.
Zurück in Orvieto heißt es: Koffer packen. Ja, die Zeit ist buchstäblich davongeflogen.
Bevor wir uns verabschieden, gönne ich mir noch einen letzten luxuriösen Moment:
Whirlpool-Abend in den Untiefen unseres etruskischen Gewölbes.
Ein Dampfbad zwischen Steinen, die mehr gesehen haben als jedes Geschichtsbuch – dieser Luxus hat hier eine unerwartete Tiefe.
Orvieto – du warst faszinierend, fordernd, überraschend.
Als Stadt hätte ich dich nicht eingereiht, eher als Landei. Bist du gar nicht.
Stolze Stadt, mit schönen Geschäften, vielen Lokalen, italienischer Gemütlichkeit – vom Tourismus (zumindest im Oktober) vollkommen verschont geblieben.
Es wird kaum Englisch gesprochen; niemand rechnet hier mit ausländischen Besuchern.
Ein würdiger Abschied: hoch hinaus, tief hinab – einmal alles.
Robert und ich machen uns auf den Weg – der Abschied steht an. Schön war es. Beim Durchsehen der Fotos merke ich erst, wie lang mein Aufen...